Loslassen im Herbst: 7 Dinge, die du nicht mitnehmen musst

Loslassen im Herbst: 7 Dinge, die du nicht mitnehmen musst

Loslassen im Herbst: 7 Dinge, die du nicht mitnehmen musst

Kennst du dieses Gefühl, das manchmal mit dem Herbst kommt?

Draußen verändert sich langsam alles.

Die Blätter verfärben sich. Die Tage werden kürzer. Die Natur scheint ganz selbstverständlich loszulassen, was sie nicht mehr braucht.

Und irgendwie bekomme ich gerade in dieser Zeit selbst Lust darauf, Dinge zu verändern.

Aufzuräumen.

Auszusortieren.

Schränke zu öffnen und mich zu fragen:

Brauche ich das eigentlich noch?

Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass diese Frage nicht nur für Dinge gilt.

Denn wir tragen manchmal ganz schön viel mit uns herum, das in keinen Schrank passt.

Gedanken.

Erwartungen.

Gewohnheiten.

Verpflichtungen.

Alte Geschichten.

Und vielleicht ist der Herbst genau der richtige Zeitpunkt, um auch dort einmal hinzuschauen.

 

Warum Loslassen manchmal so schwer ist

Eigentlich klingt es ganz einfach.

Wenn mir etwas nicht mehr guttut, lasse ich es eben los.

Schön wär’s.

So funktioniert das Leben meistens nicht.

Wir halten an Dingen fest, weil sie vertraut sind.

Auch an solchen, die uns längst nicht mehr guttun.

Wir denken:

Das habe ich immer so gemacht.

Oder:

Was werden die anderen denken?

Oder:

Vielleicht wird es ja irgendwann wieder anders.

Manchmal wissen wir sogar ganz genau, dass wir etwas verändern möchten, und trotzdem schaffen wir den Schritt noch nicht.

Ich glaube, wir müssen uns dafür nicht verurteilen.

Vielleicht beginnt Loslassen viel früher.

Nämlich in dem Moment, in dem wir überhaupt erkennen:

Das möchte ich nicht mehr mitnehmen.

Und genau darum geht es heute.

 

1. Den Gedanken, dass du zu alt für Veränderung bist

Vielleicht kennst du diesen Satz:

Dafür bin ich doch inzwischen zu alt.

Zu alt für einen beruflichen Neuanfang.

Zu alt, um etwas Neues zu lernen.

Zu alt, um noch einmal ganz andere Wünsche zu haben.

Zu alt, um ein neues Projekt zu beginnen.

Aber wer bestimmt eigentlich, wann wir mit unseren Träumen fertig sein müssen?

Mit 45?

Mit 50?

Mit 60?

Ich glaube nicht, dass es dafür ein Ablaufdatum gibt.

Vielleicht verändert sich die Art, wie wir Dinge angehen.

Vielleicht überlegen wir heute genauer als mit 25.

Aber das bedeutet nicht, dass wir keine neuen Wege mehr gehen dürfen.

Diesen Gedanken darfst du diesen Herbst vielleicht einfach einmal liegen lassen.

 

2. Den Anspruch, immer alles richtig machen zu müssen

Ich kenne das selbst.

Wenn ich etwas anfange, möchte ich natürlich, dass es funktioniert.

Und dann kann man schnell anfangen, alles richtig machen zu wollen.

Die richtige Entscheidung.

Der perfekte Zeitpunkt.

Der perfekte Plan.

Aber Perfektion kann uns wunderbar davon abhalten, überhaupt anzufangen.

Vielleicht muss dein nächster Schritt nicht perfekt sein.

Vielleicht darfst du ausprobieren.

Korrigieren.

Neu entscheiden.

Und auch einmal sagen:

Das war es doch nicht.

Das ist kein Scheitern.

Das ist Erfahrung.

 

3. Dinge, die nur noch Platz wegnehmen

Jetzt wird es tatsächlich ganz praktisch.

Mach einmal einen Schrank auf.

Oder eine Schublade.

Wie viele Dinge liegen dort, die du seit Jahren nicht benutzt hast?

Kleidung, die du irgendwann wieder tragen möchtest.

Unterlagen, die niemand mehr braucht.

Deko, die dir gar nicht mehr gefällt.

Dinge, die du nur behältst, weil sie einmal Geld gekostet haben.

Ich finde es erstaunlich, was äußere Ordnung manchmal innerlich auslösen kann.

Du musst dafür nicht deine komplette Wohnung auf den Kopf stellen.

Nimm dir einen kleinen Bereich.

Eine Schublade.

Ein Regal.

Eine Tasche.

Und frage dich:

Möchte ich das wirklich noch mitnehmen?

Manchmal beginnt Veränderung tatsächlich mit einer einzigen aufgeräumten Schublade.

 

4. Verpflichtungen, die du nur aus Gewohnheit erfüllst

Es gibt Dinge, die machen wir nicht, weil wir sie möchten.

Wir machen sie, weil wir sie immer gemacht haben.

Oder weil andere es von uns erwarten.

Vielleicht sagst du zu oft Ja.

Vielleicht übernimmst du Aufgaben, die eigentlich jemand anderes erledigen könnte.

Vielleicht bist du für alle erreichbar.

Vielleicht hast du das Gefühl, dich rechtfertigen zu müssen, wenn du einmal Zeit für dich möchtest.

Dann frage dich:

Muss ich das wirklich?

Nicht alles, was du jahrelang gemacht hast, muss automatisch für immer so bleiben.

 

5. Den Vergleich mit anderen Frauen

Sie ist weiter.

Sie sieht besser aus.

Sie hat mehr erreicht.

Sie verdient mehr.

Sie wirkt selbstbewusster.

Sie scheint genau zu wissen, was sie will.

Und du?

Du bist vielleicht gerade erst dabei herauszufinden, wo dein Weg überhaupt hinführen soll.

Der Vergleich mit anderen kann unglaublich viel Energie kosten.

Vor allem sehen wir meistens nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben eines anderen Menschen.

Wir kennen nicht den ganzen Weg.

Deshalb möchte ich mir selbst immer wieder bewusst machen:

Ich muss nicht dort sein, wo jemand anderes gerade ist.

Ich darf dort anfangen, wo ich bin.

 

6. Alte Geschichten über dich selbst

Manche Sätze begleiten uns erstaunlich lange.

Ich kann das nicht.

Ich bin nicht mutig genug.

Ich ziehe sowieso nichts durch.

Ich bin technisch nicht gut.

So bin ich eben.

Aber stimmt das heute überhaupt noch?

Vielleicht stammt dieser Satz aus einer ganz anderen Zeit deines Lebens.

Vielleicht hast du inzwischen Dinge geschafft, die du dir früher niemals zugetraut hättest.

Vielleicht bist du längst nicht mehr die Frau, über die diese alte Geschichte einmal geschrieben wurde.

Dann darfst du anfangen, eine neue zu erzählen.

Nicht:

Ich kann das nicht.

Sondern vielleicht:

Ich weiß noch nicht, wie es geht. Aber ich kann es lernen.

Das ist ein riesiger Unterschied.

 

7. Das Warten auf irgendwann

Irgendwann habe ich mehr Zeit.

Irgendwann kümmere ich mich darum.

Irgendwann mache ich wieder mehr für mich.

Irgendwann beginne ich mit diesem Projekt.

Irgendwann fahre ich dorthin.

Irgendwann ändere ich etwas.

Dieses kleine Wort kann ziemlich gefährlich sein.

Denn irgendwann steht in keinem Kalender.

Vielleicht muss es deshalb nicht heißen:

Ich verändere heute mein komplettes Leben.

Vielleicht reicht:

Ich fange heute an.

Mit zehn Minuten.

Mit einem Telefonat.

Mit einer Seite im Journal.

Mit einer aufgeräumten Schublade.

Mit einer Entscheidung.

Mit einem Nein.

Oder mit einem kleinen Ja zu dir selbst.

 

Was möchtest du diesen Herbst nicht mehr mitnehmen?

Vielleicht möchtest du jetzt einmal selbst überlegen.

Nimm dir dein Journal oder einfach ein Blatt Papier und vervollständige diese Sätze:

Ich möchte nicht länger glauben, dass …

Ich möchte nicht länger meine Zeit verschwenden mit …

Ich möchte weniger …

Ich möchte mich nicht mehr verantwortlich fühlen für …

Ich möchte endlich loslassen …

Dafür wünsche ich mir mehr …

Mein erster kleiner Schritt ist …

Du musst nicht zu jedem Satz sofort eine Antwort haben.

Vielleicht trifft dich nur einer davon.

Dann reicht dieser eine.

 

Loslassen schafft Platz

Das ist für mich eigentlich das Schönste an diesem Gedanken.

Loslassen bedeutet nicht nur, dass etwas verschwindet.

Es entsteht Platz.

Wenn du eine Schublade ausmistest, entsteht Platz für Ordnung.

Wenn du eine Verpflichtung abgibst, entsteht vielleicht Platz für Zeit.

Wenn du einen alten Gedanken hinterfragst, entsteht Platz für eine neue Möglichkeit.

Wenn du aufhörst, dich ständig mit anderen zu vergleichen, entsteht Platz für deinen eigenen Weg.

Deshalb kannst du dich nicht nur fragen:

Was möchte ich loslassen?

Sondern auch:

Wofür möchte ich dadurch Platz schaffen?

Vielleicht verändert diese zweite Frage deinen Blick darauf vollkommen.

 

Wenn du nicht nur nachdenken, sondern anfangen möchtest

Vielleicht hast du beim Lesen gerade gemerkt:

Ich möchte wirklich etwas verändern und wieder mehr Ordnung in meinen Kopf und mein Leben bringen.

Dann musst du nicht alles auf einmal machen.

Genau deshalb habe ich meinen 7-Tage-Reset „Mehr Ordnung im Kopf und im Leben“ entwickelt.

Sieben Tage.

Kleine Impulse.

Kein perfektes neues Leben innerhalb einer Woche.

Sondern ein Anfang.

 

 

Du kannst dir jeden Tag einen kleinen Bereich vornehmen und Stück für Stück herausfinden, was bleiben darf und was du nicht mehr mitnehmen möchtest.

 

Vielleicht darf dieser Herbst leichter werden

Die Natur macht im Herbst etwas, das uns manchmal unglaublich schwerfällt.

Sie lässt los.

Nicht alles auf einmal.

Ein Blatt nach dem anderen.

Vielleicht ist genau das ein schönes Bild für Veränderung.

Du musst heute nicht alles loslassen.

Du musst nicht wissen, wie dein Leben in einem Jahr aussehen soll.

Du musst auch nicht plötzlich ein anderer Mensch werden.

Aber vielleicht gibt es eine Sache, die du nicht mit in die nächsten Monate nehmen möchtest.

Einen Gedanken.

Eine Verpflichtung.

Eine alte Geschichte.

Eine Gewohnheit.

Oder vielleicht tatsächlich nur den Inhalt einer überfüllten Schublade.

Fang dort an.

Ein kleines Stück weniger von dem, was dich belastet.

Und ein kleines Stück mehr von dem, was du dir für dein Leben wünschst.

Vielleicht ist genau das dein Anfang.

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