Selbstbewusstsein stärken – wie du wieder mehr an dich glaubst

Selbstbewusstsein stärken – wie du wieder mehr an dich glaubst

Selbstbewusstsein stärken – wie du wieder mehr an dich glaubst

Kennst du diese Situationen, in denen du eigentlich ganz genau weißt, was du möchtest – und trotzdem traust du dich nicht?

Du möchtest deine Meinung sagen, hältst dich aber zurück. Du möchtest etwas Neues ausprobieren, doch sofort meldet sich diese Stimme in deinem Kopf: „Kann ich das überhaupt?“ Vielleicht vergleichst du dich mit anderen Frauen und denkst, dass sie viel mutiger, sicherer oder selbstbewusster sind als du.

Gerade wenn du etwas in deinem Leben verändern möchtest, können solche Gedanken plötzlich ziemlich laut werden.

Doch Selbstbewusstsein stärken bedeutet nicht, von heute auf morgen ein völlig anderer Mensch zu werden. Es bedeutet vielmehr, dich selbst wieder besser kennenzulernen, dir mehr zu vertrauen und Schritt für Schritt den Mut zu entwickeln, deinen eigenen Weg zu gehen.

 

Was ist Selbstbewusstsein eigentlich?

Wenn wir von Selbstbewusstsein sprechen, denken wir häufig an Menschen, die selbstsicher auftreten, ihre Meinung sagen und scheinbar überhaupt keine Angst davor haben, was andere über sie denken.

Doch Selbstbewusstsein beginnt viel früher.

Im Grunde steckt es schon im Wort:

Dir deiner selbst bewusst zu sein.

Wer bin ich?
Was möchte ich?
Was ist mir wichtig?
Was kann ich gut?
Wo liegen meine Grenzen?
Und welches Leben möchte ich eigentlich führen?

Je besser du dich selbst kennst, desto weniger bist du darauf angewiesen, dass andere Menschen dir sagen, ob das, was du tust, richtig oder gut genug ist.

Das bedeutet übrigens nicht, dass du nie wieder zweifelst.

Auch selbstbewusste Menschen haben Ängste und Unsicherheiten. Der Unterschied ist häufig nur: Sie lassen sich davon nicht jedes Mal aufhalten.

 

Wofür brauchen wir Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein beeinflusst unglaublich viele Bereiche unseres Lebens.

Es kann darüber entscheiden, ob wir unsere Bedürfnisse aussprechen, Grenzen setzen, für uns einstehen oder eine Entscheidung treffen, obwohl andere Menschen vielleicht eine andere Meinung haben.

Und besonders wichtig wird es, wenn wir etwas verändern möchten.

Vielleicht denkst du schon länger darüber nach, beruflich noch einmal etwas Neues zu machen.

Vielleicht möchtest du dir ein eigenes Projekt aufbauen, mehr Zeit für dich haben, eine alte Leidenschaft wieder aufnehmen oder endlich etwas ausprobieren, das schon lange in deinem Kopf herumschwirrt.

Dann tauchen schnell Fragen auf:

Bin ich dafür gut genug?

Bin ich nicht schon zu alt dafür?

Was werden die anderen sagen?

Und was ist, wenn ich scheitere?

Genau an diesem Punkt kann fehlendes Selbstbewusstsein dafür sorgen, dass wir lieber dort bleiben, wo wir sind – obwohl wir längst spüren, dass wir eigentlich etwas anderes wollen.

 

Warum ist es manchmal so schwer, selbstbewusst zu sein?

Niemand kommt morgens mit 45, 50 oder 55 Jahren aus dem Bett und entscheidet plötzlich: „Ab heute glaube ich nicht mehr an mich.“

Unsere Sicht auf uns selbst entsteht über viele Jahre.

Sie wird durch Erfahrungen, Erziehung, Beziehungen und unser Umfeld beeinflusst.

Vielleicht hast du schon früh gelernt, dich anzupassen.

Sei nicht so laut.
Stell dich nicht so in den Mittelpunkt.
Sei vernünftig.
Mach es allen recht.
Was sollen denn die Leute denken?

Manchmal braucht es solche Sätze nicht einmal ausdrücklich. Wir lernen auch durch das, was wir erleben.

Wenn deine Ideen häufig belächelt wurden oder du immer wieder Kritik bekommen hast, kann irgendwann der Gedanke entstehen:

Vielleicht kann ich es wirklich nicht.

Und irgendwann hinterfragen wir diesen Gedanken gar nicht mehr.

Wir halten ihn für die Wahrheit.

 

Wie unser Umfeld unser Selbstbewusstsein beeinflusst

Auch als Erwachsene werden wir von unserem Umfeld beeinflusst.

Wenn du ständig mit Menschen zusammen bist, die dir sagen, warum etwas nicht funktionieren kann, kann das deine eigenen Zweifel verstärken.

„Warum willst du dir das denn noch antun?“

„Sei doch froh mit dem, was du hast.“

„In deinem Alter würde ich damit nicht mehr anfangen.“

Solche Sätze können etwas mit uns machen – besonders dann, wenn wir selbst noch unsicher sind.

Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

Welche Menschen stärken dich? Und bei welchen Menschen wirst du plötzlich kleiner?

Du musst deshalb nicht sofort Menschen aus deinem Leben streichen. Aber du darfst anfangen zu erkennen, welche Meinungen du zu deiner eigenen Wahrheit gemacht hast.

 

Wie kann ich mein Selbstbewusstsein stärken?

Selbstbewusstsein entsteht meiner Meinung nach nicht dadurch, dass du dir hundertmal vor dem Spiegel sagst, wie großartig du bist.

Positive Gedanken können helfen. Aber echtes Selbstvertrauen wächst vor allem durch Erfahrungen.

Du musst dir selbst beweisen:

Ich kann mich auf mich verlassen.

Und das beginnt oft viel kleiner, als wir denken.

 

1. Nimm deine eigenen Wünsche wieder ernst

Frag dich einmal ganz bewusst:

Was möchte ich eigentlich?

Nicht dein Partner. Nicht deine Kinder. Nicht deine Kolleginnen oder Kollegen.

Du.

Gerade Frauen haben oft viele Jahre damit verbracht, sich um andere zu kümmern und Verantwortung zu übernehmen. Dabei können die eigenen Wünsche irgendwann ziemlich weit nach hinten rutschen.

Vielleicht weißt du deshalb im ersten Moment gar nicht, was du möchtest.

Das ist völlig in Ordnung.

Fang an, wieder hinzuhören.

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2. Hör auf, auf den perfekten Moment zu warten

Viele Menschen glauben:

„Wenn ich selbstbewusster bin, dann mache ich das.“

Doch häufig funktioniert es genau andersherum.

Du wirst selbstbewusster, weil du es machst.

Du führst das Gespräch, obwohl du nervös bist.

Du meldest dich für den Kurs an.

Du veröffentlichst deinen ersten Beitrag.

Du probierst etwas aus, obwohl du noch nicht weißt, ob du darin gut sein wirst.

Und danach stellst du fest:

Ich habe es geschafft.

Genau solche Erfahrungen bauen Selbstbewusstsein auf.

 

3. Halte kleine Versprechen an dich selbst

Wenn du dir ständig etwas vornimmst und es anschließend nicht machst, leidet irgendwann auch dein Vertrauen in dich selbst.

Deshalb müssen deine Schritte nicht riesig sein.

Nimm dir lieber etwas Kleines vor und zieh es durch.

Zehn Minuten spazieren gehen.

Eine wichtige E-Mail schreiben.

Eine halbe Stunde an deiner Idee arbeiten.

Ein Gespräch führen, das du schon lange vor dir herschiebst.

Jedes eingehaltene Versprechen sendet eine wichtige Botschaft an dich:

Ich kann mir vertrauen.

 

4. Mach dir bewusst, was du schon geschafft hast

Wir schauen erstaunlich häufig auf das, was wir noch nicht können.

Aber wann hast du zuletzt darüber nachgedacht, was du in deinem Leben bereits alles bewältigt hast?

Vielleicht hast du Kinder großgezogen, schwierige Zeiten überstanden, berufliche Herausforderungen gemeistert, Trennungen verarbeitet, Angehörige unterstützt oder irgendwann ganz von vorne anfangen müssen.

Und trotzdem bist du hier.

Mach dir deine eigene Geschichte bewusst.

Nicht, um in der Vergangenheit zu leben, sondern um zu erkennen:

Da steckt bereits viel mehr Stärke in mir, als ich manchmal glaube.

 

5. Vergleiche deinen Anfang nicht mit dem Weg anderer

Gerade heute sehen wir ständig Menschen, die scheinbar schon viel weiter sind.

Sie haben das erfolgreiche Business, treten souverän auf, reisen um die Welt oder haben scheinbar ihr komplettes Leben im Griff.

Was wir meistens nicht sehen, ist der Weg dorthin.

Du siehst vielleicht ihr Kapitel 20 und vergleichst es mit deinem Kapitel 1.

Das kann nur frustrieren.

Dein Maßstab darf deshalb immer häufiger die Frau sein, die du gestern warst.

 

Selbstbewusstsein aufbauen bedeutet nicht, keine Angst mehr zu haben

Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte.

Du musst nicht warten, bis deine Angst verschwunden ist.

Du musst auch nicht erst vollkommen selbstbewusst sein, bevor du dein Leben verändern darfst.

Vielleicht darfst du etwas Neues ausprobieren und Angst haben.

Vielleicht darfst du zweifeln und trotzdem anfangen.

Vielleicht darfst du noch nicht wissen, wie alles funktionieren wird und trotzdem den ersten Schritt machen.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben.

Mut bedeutet, dass die Angst nicht mehr jede Entscheidung für dich trifft.

 

Du musst nicht plötzlich ein anderer Mensch werden

Wenn du dein Selbstbewusstsein stärken möchtest, musst du nicht lauter, härter oder extrovertierter werden.

Vielleicht bist du ruhig.

Vielleicht brauchst du länger, um Entscheidungen zu treffen.

Vielleicht möchtest du nicht im Mittelpunkt stehen.

Auch das ist völlig in Ordnung.

Selbstbewusstsein bedeutet nicht, jemand anderes zu werden.

Es bedeutet, immer weniger Angst davor zu haben, du selbst zu sein.

Und vielleicht beginnt genau dort auch Veränderung.

Nicht mit einem riesigen Sprung.

Sondern mit einer kleinen Entscheidung:

Heute nehme ich mich und meine Wünsche ein bisschen ernster als gestern.

Und wenn du heute nur eine Sache für dich tun möchtest, dann frag dich:

Was würde ich tun, wenn ich mir selbst ein kleines bisschen mehr vertrauen würde?

Vielleicht möchtest du dieser Frage noch ein bisschen weiter folgen.
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