Dranbleiben statt aufgeben: Warum kleine Erfolge zählen

Dranbleiben statt aufgeben: Warum kleine Erfolge zählen

Dranbleiben statt aufgeben: Warum kleine Erfolge mehr verändern, als du denkst

Manchmal merken wir gar nicht, wie weit wir schon gekommen sind.

Wir schauen auf das, was noch fehlt. Auf das große Ziel. Auf all die Dinge, die noch nicht so funktionieren, wie wir es gerne hätten.

Und dabei vergessen wir etwas ganz Entscheidendes:

Zurückzuschauen.

Heute hatte ich so einen Moment.

Ich habe meinen 100. Pin für Pinterest erstellt.

100 Pins.

Als ich diese Zahl gesehen habe, musste ich selbst erst einmal kurz überlegen. Denn vor ein paar Wochen hätte ich mir kaum vorstellen können, dass ich so schnell an diesem Punkt sein würde.

Nicht, weil 100 Pins an sich etwas Weltbewegendes wären.

Sondern weil ich noch ziemlich genau weiß, wie sich Pin Nummer 1 angefühlt hat.

Am Anfang war nichts „mal eben schnell“

Mein erster Pin hat gefühlt ewig gedauert.

Ich musste überlegen, welches Bild ich nehme, welchen Text ich darauf schreibe, wie eine gute Beschreibung aussieht, auf welches Board der Pin gehört und wie ich überhaupt alles richtig miteinander verbinde.

Dann kam der Blog dazu.

SEO. Überschriften. Bilder. Links. Formulare. E-Mail-Marketing.

Und immer wieder Dinge, von denen ich vorher keine Ahnung hatte.

Heute ertappe ich mich dagegen bei einem Satz, über den ich selbst lachen muss:

„Ach, den Blogartikel schreibe ich noch schnell.“

Noch schnell?

Genau das hätte ich am Anfang niemals gesagt.

Und plötzlich wurde mir bewusst:

Ich bin nicht an diesem Punkt angekommen, weil irgendwann alles perfekt war. Ich bin hier angekommen, weil ich weitergemacht habe.

Du musst nicht gut sein, wenn du anfängst

Vielleicht kennst du diesen Gedanken:

Ich kann das noch nicht.

Und vielleicht hält genau dieser Satz dich davon ab, etwas Neues zu beginnen.

Aber woher solltest du etwas können, das du noch nie oder erst wenige Male gemacht hast?

Wir erwarten manchmal von uns, dass wir schon am Anfang so sicher sind wie jemand, der etwas seit Jahren macht.

Das ist doch eigentlich verrückt.

Wenn du etwas Neues lernst, darfst du langsam sein.

Du darfst nachfragen.

Du darfst Fehler machen.

Du darfst etwas zweimal machen.

Und manchmal auch dreimal.

Du musst nicht perfekt anfangen. Du musst überhaupt erst einmal anfangen.

Denn vieles lernst du nicht, indem du noch länger darüber nachdenkst.

Du lernst es, indem du es tust.

Kleine Schritte sehen oft unspektakulär aus

Ein kleiner Schritt fühlt sich selten nach großer Veränderung an.

Ein Blogartikel.

Ein Spaziergang.

Ein Telefonat.

Eine Bewerbung.

Eine Entscheidung.

Einmal Nein sagen.

Eine halbe Stunde nur für dich.

Ein erster Versuch.

Was soll dieser eine kleine Schritt schon verändern?

Vielleicht zunächst gar nicht viel.

Aber dann kommt der nächste.

Und noch einer.

Und irgendwann blickst du zurück und stellst fest:

Aus vielen kleinen Schritten ist ein Weg geworden.

Genau das unterschätzen wir häufig.

Wir warten auf den großen Durchbruch und übersehen dabei die vielen kleinen Veränderungen, die längst stattfinden.

Dranbleiben bedeutet nicht, niemals zu zweifeln

Ich glaube, beim Wort „Dranbleiben“ entsteht schnell ein falsches Bild.

Als müsste man jeden Morgen voller Motivation aufstehen und diszipliniert sein Programm durchziehen.

So funktioniert das wirkliche Leben aber nicht.

Es gibt Tage, an denen du voller Energie bist.

Und es gibt Tage, an denen du zweifelst.

Tage, an denen andere Dinge wichtiger sind.

Tage, an denen du keine Lust hast.

Vielleicht gibt es sogar Momente, in denen du denkst:

„Was mache ich hier eigentlich?“

Dranbleiben bedeutet für mich deshalb nicht, niemals ins Stocken zu geraten.

Es bedeutet:

Wiederzukommen.

Nach einem schlechten Tag wieder weiterzumachen.

Nach einem Fehler nicht alles hinzuschmeißen.

Nach einer Pause nicht zu denken: Jetzt habe ich es sowieso vermasselt.

Sondern zu sagen:

Okay. Dann mache ich heute eben den nächsten kleinen Schritt.

Warum wir unsere kleinen Erfolge viel öfter feiern sollten

Wann hast du dich zuletzt für etwas gelobt, das noch nicht das endgültige Ergebnis war?

Wir sagen uns oft:

Wenn ich mein Ziel erreicht habe, dann kann ich stolz sein.

Wenn ich endlich abgenommen habe.

Wenn ich den neuen Job habe.

Wenn mein Business Geld verdient.

Wenn ich genug gespart habe.

Wenn ich mich endlich verändert habe.

Aber bis dahin?

Nichts?

Das wäre ziemlich schade.

Denn dein Leben findet nicht erst am Ziel statt.

Und genau deshalb dürfen wir auch die kleinen Erfolge wahrnehmen.

Vielleicht hast du heute etwas getan, vor dem du dich lange gedrückt hast.

Vielleicht hast du eine Entscheidung getroffen.

Vielleicht hast du dich getraut, etwas Neues auszuprobieren.

Vielleicht bist du seit einer Woche bei einer neuen Gewohnheit geblieben.

Oder du hast nach einem Rückschlag einfach noch einmal angefangen.

Das zählt.

Motivation entsteht manchmal erst durchs Tun

Ich habe früher oft gedacht, man müsse zuerst motiviert sein und könne dann anfangen.

Heute sehe ich das anders.

Manchmal ist es genau umgekehrt.

Du fängst an.

Du schaffst einen kleinen Schritt.

Dann noch einen.

Du merkst:

Moment mal. Ich kann das ja.

Und daraus entsteht neue Motivation.

Nicht aus einem perfekten Plan.

Sondern aus der Erfahrung, dass du etwas bewirken kannst.

Deshalb kann ein winziger erledigter Schritt manchmal wertvoller sein als drei Stunden darüber nachzudenken, wie du dein ganzes Leben verändern willst.

Schau nicht nur darauf, wie weit du noch gehen musst

Das ist vielleicht meine wichtigste Erkenntnis aus meinem heutigen kleinen Jubiläum.

Wenn ich nur darauf schaue, wo ich irgendwann hinmöchte, bin ich natürlich noch lange nicht angekommen.

Ich möchte mit Frauen im Wandel noch unglaublich viel aufbauen.

Ich habe Ideen, Wünsche und Ziele.

Da ist noch viel Luft nach oben.

Aber heute schaue ich einmal bewusst in die andere Richtung.

Nicht nach vorne.

Sondern zurück.

Und da sehe ich eine Frau, die beim ersten Pin noch jeden einzelnen Schritt herausfinden musste.

Und heute?

100 Pins.

Nicht perfekt.

Nicht fertig.

Aber weiter als am Anfang.

Und genau deshalb möchte ich dir heute etwas mitgeben:

Vergleiche dich nicht nur mit deinem Ziel. Schau manchmal zurück, wie weit du schon gekommen bist.

Was ist dein kleiner Erfolg?

Vielleicht stehst du gerade selbst an einem Punkt, an dem du denkst, dass es nicht schnell genug geht.

Dann möchte ich dich heute zu etwas einladen.

Nimm dir einen Moment und beantworte dir drei Fragen:

Was konnte ich vor einigen Wochen oder Monaten noch nicht, was mir heute leichter fällt?

Welchen kleinen Schritt habe ich geschafft, den ich viel zu selbstverständlich nehme?

Was würde passieren, wenn ich nicht aufgebe, sondern einfach weitermache?

Du musst heute nicht wissen, wie die nächsten 100 Schritte aussehen.

Du brauchst nur den nächsten.

Und vielleicht wirst du irgendwann zurückblicken und denken:

Unglaublich. Damals dachte ich noch, ich wäre kaum vorangekommen.

Dabei warst du längst auf dem Weg.

Dein nächster kleiner Schritt

Wenn du etwas in deinem Leben verändern möchtest, aber immer wieder anfängst und nach kurzer Zeit zurückfällst, dann fang diesmal kleiner an.

Nicht perfekter.

Nicht schneller.

Kleiner.

Genau dafür habe ich meinen Gewohnheits-Kompass erstellt. Er hilft dir dabei, herauszufinden, was du wirklich verändern möchtest und wie du daraus kleine Schritte machst, die zu deinem Alltag passen.

Und denk daran:

Du musst heute noch nicht am Ziel sein.

Du darfst einfach stolz darauf sein, dass du nicht mehr dort stehst, wo du angefangen hast.

Lena

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