Noch vier Monate: Was möchtest du dieses Jahr wirklich erleben?
Kennst du diesen Moment Ende August?
Der Sommer ist noch nicht ganz vorbei und trotzdem verändert sich langsam etwas.
Die Abende werden früher dunkel. Morgens fühlt sich die Luft anders an. Die ersten Gedanken an den Herbst tauchen auf.
Und plötzlich wird mir bewusst:
Dieses Jahr hat nur noch vier Monate.
September. Oktober. November. Dezember.
Als ich darüber nachgedacht habe, kam bei mir sofort eine andere Frage auf:
Was möchte ich dieses Jahr eigentlich noch erleben?
Nicht erledigen.
Nicht abhaken.
Sondern wirklich erleben.
Denn vielleicht gibt es auch bei dir Dinge, von denen du Anfang des Jahres gedacht hast:
Das mache ich dieses Jahr.
Und dann kam das Leben dazwischen.
Das Jahr ist noch nicht vorbei
Im September entsteht schnell das Gefühl, das Jahr wäre eigentlich schon fast gelaufen.
Der Sommer ist vorbei.
Weihnachten scheint plötzlich gar nicht mehr weit entfernt.
Und innerlich beginnen wir vielleicht schon, Dinge auf das nächste Jahr zu verschieben.
Im Januar fange ich an.
Nächstes Jahr kümmere ich mich darum.
Dann nehme ich mir endlich mehr Zeit für mich.
Aber warum eigentlich?
Vier Monate sind eine lange Zeit.
Du könntest in diesen vier Monaten etwas lernen.
Du könntest einen Ort besuchen, den du schon lange sehen möchtest.
Du könntest eine neue Gewohnheit beginnen.
Du könntest dich beruflich mit etwas beschäftigen, das dich schon lange interessiert.
Du könntest wieder mit etwas anfangen, das du früher geliebt hast.
Oder du könntest einfach anfangen herauszufinden, was du überhaupt möchtest.
Du musst dafür dein Leben nicht innerhalb von vier Monaten komplett verändern.
Aber du kannst anfangen.
Was wolltest du dieses Jahr eigentlich machen?
Vielleicht erinnerst du dich noch an den Jahresanfang.
Gab es etwas, das du dir vorgenommen hast?
Vielleicht wolltest du mehr auf dich achten.
Mehr rausgehen.
Wieder Sport machen.
Eine Reise unternehmen.
Etwas Neues lernen.
Mehr schreiben.
Dich beruflich verändern.
Ein eigenes Projekt starten.
Mehr Zeit mit Menschen verbringen, die dir guttun.
Oder einfach wieder mehr Dinge machen, auf die du Lust hast.
Und vielleicht stellst du gerade fest:
Davon habe ich kaum etwas gemacht.
Dann mach daraus bitte keinen Vorwurf.
Die viel interessantere Frage ist:
Was davon ist mir heute noch wichtig?
Denn vielleicht möchtest du manche Dinge inzwischen gar nicht mehr.
Auch das darf sein.
Du brauchst keine lange Liste
Manchmal machen wir Veränderung unnötig kompliziert.
Wir schreiben riesige Listen.
Setzen uns zehn Ziele.
Erstellen Pläne.
Und nach zwei Wochen sind wir völlig überfordert.
Deshalb würde ich es diesmal anders machen.
Nimm dir ein Blatt Papier oder dein Journal und schreib nur diese drei Fragen auf:
Was möchte ich bis Jahresende noch erleben?
Was möchte ich bis Jahresende verändern?
Was möchte ich bis Jahresende endlich anfangen?
Und dann schreib einfach.
Ohne darüber nachzudenken, ob deine Wünsche vernünftig sind.
Vielleicht ist dein Wunsch viel kleiner als du denkst
Ein Neuanfang muss nicht bedeuten, dass du deinen Job kündigst, umziehst oder dein komplettes Leben auf den Kopf stellst.
Vielleicht möchtest du endlich wieder tanzen gehen.
Alleine einen Tagesausflug machen.
Einen Kurs besuchen.
Jeden Morgen zehn Minuten schreiben.
Eine Freundin wiedersehen.
Deine Wohnung verändern.
Ein Wochenende nur für dich planen.
Ein Projekt anfangen, über das du schon lange nachdenkst.
Oder lernen, öfter Nein zu sagen.
Auch kleine Veränderungen können sich groß anfühlen.
Vor allem dann, wenn du lange Zeit deine eigenen Wünsche nach hinten gestellt hast.
Was würdest du tun, wenn du nicht bis Januar warten müsstest?
Diese Frage finde ich besonders spannend.
Denn der Januar hat für uns etwas Magisches.
Neues Jahr.
Neues Glück.
Neuer Anfang.
Aber der Kalender entscheidet nicht darüber, wann du etwas verändern darfst.
Du kannst an einem Montag anfangen.
An einem Mittwoch.
Mitten im September.
Mit 45.
Mit 55.
Mit 67.
Oder an irgendeinem ganz normalen Nachmittag, an dem du plötzlich denkst:
Jetzt reicht es. Ich möchte etwas anders machen.
Vier Monate können viel verändern
Ja, das sehe ich gerade. Bei mir hat sich tatsächlich etwas in den letzten § Wochen verändert, was sich sehr positiv in meinem Leben auswirkt.
Stell dir einmal vor, du würdest ab September jede Woche nur einen kleinen Schritt in Richtung eines Wunsches gehen.
Nicht jeden Tag.
Nur einmal pro Woche.
Bis zum Jahresende wären das ungefähr 17 kleine Schritte.
Was könnte dadurch entstehen?
Vielleicht viel mehr, als du gerade glaubst.
Genau deshalb mag ich kleine Schritte so sehr.
Sie fühlen sich nicht spektakulär an.
Aber sie bringen dich in Bewegung.
10 Fragen für deine letzten vier Monate
Wenn du möchtest, nimm dir ein paar Minuten und beantworte diese Fragen:
1. Was wollte ich dieses Jahr unbedingt machen?
2. Was davon ist mir heute noch wichtig?
3. Was möchte ich bis Jahresende unbedingt erleben?
4. Was möchte ich nicht noch einmal auf nächstes Jahr verschieben?
5. Welche Veränderung beschäftigt mich schon länger?
6. Was würde ich ausprobieren, wenn ich mutiger wäre?
7. Wofür möchte ich mir wieder mehr Zeit nehmen?
8. Was darf bis Jahresende weniger werden?
9. Was darf dafür mehr werden?
10. Welchen ersten kleinen Schritt kann ich diese Woche gehen?
Vielleicht beantwortest du alle zehn Fragen.
Vielleicht bleibt dein Blick aber auch nur an einer einzigen hängen.
Dann fang dort an.
Du musst noch nicht wissen, wie alles funktioniert
Ich glaube, genau daran scheitern wir manchmal.
Wir haben eine Idee.
Einen Wunsch.
Vielleicht sogar einen Traum.
Und sofort meldet sich der Kopf:
Wie soll das gehen?
Kann ich das überhaupt?
Was, wenn es nicht funktioniert?
Bin ich dafür nicht schon zu alt?
Aber vielleicht musst du das Wie noch gar nicht kennen.
Vielleicht reicht zunächst die Entscheidung:
Ich möchte mich damit beschäftigen.
Der Weg darf danach entstehen.
Was möchtest du wirklich?
Wenn du beim Lesen merkst, dass in dir gerade etwas arbeitet, dann nimm dir dafür ruhig ein bisschen Zeit.
Vielleicht weißt du, dass du etwas verändern möchtest, kannst aber noch gar nicht genau sagen, was.
Genau dafür habe ich meinen kostenlosen Neuanfang-Kompass erstellt.
Er hilft dir dabei, deine Gedanken zu sortieren und herauszufinden, wo du gerade stehst, was du dir wünschst und welcher erste kleine Schritt zu dir passen könnte.
Du musst heute noch keinen fertigen Plan haben.
Du darfst erst einmal herausfinden, was du möchtest.
Stell dir den 31. Dezember vor
Zum Schluss möchte ich dir noch eine kleine Frage mitgeben.
Stell dir vor, es ist der 31. Dezember.
Du sitzt abends da und blickst auf die vergangenen vier Monate zurück.
Was müsste passiert sein, damit du sagen kannst:
Ich bin froh, dass ich damals im September angefangen habe.
Vielleicht hast du nicht alles geschafft.
Vielleicht lief manches ganz anders als geplant.
Vielleicht bist du nur drei kleine Schritte gegangen.
Aber du bist gegangen.
Und vielleicht ist genau das der Unterschied.
Nicht perfekt.
Nicht fertig.
Aber angefangen.
Denn dein Jahr ist noch nicht vorbei.
Und vielleicht wartet in diesen letzten vier Monaten noch etwas auf dich, von dem du heute noch gar nicht weißt, wie wichtig es einmal für dich sein wird.




