September Reset – warum jetzt der perfekte Zeitpunkt für deinen Neuanfang ist

September Reset – warum jetzt der perfekte Zeitpunkt für deinen Neuanfang ist

Was möchtest du bis Jahresende noch verändern? 5 Fragen für deinen persönlichen Neuanfang

 

Der Sommer ist vorbei, die Tage werden langsam kürzer und morgens liegt plötzlich dieses typische Herbstgefühl in der Luft. Vielleicht stellst du dabei erstaunt fest, wie weit dieses Jahr bereits fortgeschritten ist. Gefühlt war doch gerade erst Januar – und jetzt sind nur noch wenige Monate übrig.

Vielleicht hattest du zu Beginn des Jahres Pläne. Du wolltest mehr auf dich achten, dich gesünder ernähren, wieder mehr bewegen oder endlich etwas nur für dich tun. Vielleicht wolltest du beruflich etwas verändern, dein Zuhause neu gestalten, mehr Ordnung in dein Leben bringen oder mit einer Sache beginnen, die schon lange in deinem Kopf herumspukt.

Und manches davon ist passiert. Anderes überhaupt nicht.

Vielleicht denkst du deshalb: „Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr. Dann fange ich eben im Januar neu an.“

Aber warum eigentlich?

Der Herbst kann ein wunderbarer Zeitpunkt sein, um noch einmal innezuhalten. Nicht, um hektisch all das nachzuholen, was du in den vergangenen Monaten nicht geschafft hast. Sondern um dich zu fragen:

Was möchte ich bis Jahresende noch verändern – für mich?

Du musst nicht bis Januar auf deinen Neuanfang warten

Wir behandeln den Januar manchmal so, als hätte der Jahreswechsel irgendwelche magischen Kräfte. Neues Jahr, neue Ziele, neue Gewohnheiten, neues Ich. Dabei ist der 1. Januar am Ende auch nur ein Tag.

Du darfst an einem Montag anfangen. An einem Mittwoch. Mitten im September. Oder an irgendeinem anderen Tag, an dem du plötzlich merkst: Ich möchte etwas anders machen.

Vielleicht ist der Herbst dafür sogar besonders schön. Die Jahreszeit verändert sich ohnehin. Wir verbringen unsere Tage wieder anders, sind mehr zu Hause, sortieren Dinge aus und ziehen uns ein wenig zurück. Das kann auch innerlich etwas in Bewegung bringen.

Du kannst auf die vergangenen Monate schauen und dich fragen: Was hat mir gutgetan? Was hat mir gefehlt? Was möchte ich nicht noch monatelang vor mir herschieben? Und was möchte ich auf keinen Fall genauso mit ins nächste Jahr nehmen?

Dabei geht es nicht darum, zehn neue Ziele aufzustellen. Vielleicht gibt es eine einzige Sache, die gerade wichtiger ist als alle anderen.

🧭 Du spürst, dass etwas anders werden soll – aber weißt noch nicht, was?

Manchmal ist genau das die schwierigste Stelle. Du merkst, dass du etwas verändern möchtest, kannst aber noch gar nicht richtig benennen, wonach du dich eigentlich sehnst.

Gerade wenn du lange funktioniert, viel Verantwortung übernommen oder deine eigenen Wünsche immer wieder nach hinten geschoben hast, ist die Frage „Was will ich eigentlich?“ gar nicht so leicht zu beantworten.

Genau dafür habe ich meinen kostenlosen Neuanfang-Kompass erstellt. Er hilft dir dabei, einmal in Ruhe auf dein Leben zu schauen, deine Gedanken zu sortieren und herauszufinden, was du für deine nächste Lebensphase wirklich möchtest.

Du musst noch nicht wissen, wie dein ganzer Weg aussehen soll. Du brauchst erst einmal eine Richtung.

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Vielleicht hast du jetzt schon eine erste Idee im Kopf. Dann lass sie noch einen Moment dort liegen. Wir schauen uns fünf Fragen an, die dir helfen können, genauer herauszufinden, was du in den verbleibenden Monaten dieses Jahres wirklich verändern möchtest.

1. Was möchtest du nicht mit ins nächste Jahr nehmen?

Wenn wir über Veränderung nachdenken, fragen wir meistens zuerst: Was möchte ich anfangen? Manchmal ist die bessere Frage aber: Was möchte ich endlich aufhören?

Vielleicht möchtest du nicht noch ein weiteres Jahr ständig Ja sagen, obwohl du eigentlich Nein meinst. Vielleicht möchtest du nicht mehr jeden Abend erschöpft auf dem Sofa liegen und trotzdem eine Stunde durch dein Handy scrollen. Vielleicht nervt dich seit Monaten das Chaos in einer bestimmten Ecke deiner Wohnung. Oder du merkst, dass du viel zu streng mit dir selbst bist.

Es können auch alte Gedanken sein, die du nicht länger mitnehmen möchtest: „Dafür bin ich zu alt.“ „Andere können das besser.“ „Ich halte sowieso nicht durch.“ Oder mein persönlicher Klassiker: „Irgendwann mache ich das.“

Du musst nicht alles auf einmal loslassen. Nimm dir eine Sache und vervollständige diesen Satz:

Das möchte ich nicht mit ins nächste Jahr nehmen: ____________.

Vielleicht ist das bereits dein erster Hinweis darauf, wo deine Veränderung beginnen darf.

Wenn du dabei merkst, dass es vor allem alte Routinen und Verhaltensweisen sind, die dich festhalten, kannst du anschließend meinen Artikel „Gewohnheiten ablegen: So wirst du alte Muster wirklich los“ lesen.

2. Wovon möchtest du wieder mehr in deinem Leben haben?

Jetzt drehen wir die Frage um. Statt darüber nachzudenken, was weg soll, frag dich einmal: Wovon wünsche ich mir mehr?

Vielleicht ist es Ruhe. Mehr Zeit draußen. Bewegung. Kreativität. Ordnung. Freiheit. Nähe. Abenteuer. Zeit mit Menschen, bei denen du dich wohlfühlst. Oder einfach mehr Zeit, in der niemand etwas von dir möchte.

Vielleicht lautet deine Antwort sogar: Mehr von mir selbst.

Versuche an dieser Stelle noch nicht, vernünftig zu sein. Wenn wir einen Wunsch sofort darauf prüfen, ob er realistisch, bezahlbar und organisatorisch machbar ist, ist er manchmal schon verschwunden, bevor wir ihn überhaupt richtig wahrgenommen haben.

Frag dich deshalb zunächst nur: Wonach sehne ich mich gerade?

Erst danach überlegen wir, wie daraus etwas Konkretes werden kann.

Und es muss nicht riesig sein. Wenn du dir mehr Zeit für dich wünschst, brauchst du nicht sofort ein Wellness-Wochenende. Vielleicht beginnt es mit einer Stunde am Sonntagmorgen, die nur dir gehört.

3. Welchen Wunsch schiebst du schon viel zu lange vor dir her?

Hier hilft ein kleiner Satzanfang:

„Eigentlich würde ich gerne …“

Was kommt dir spontan in den Kopf?

Eigentlich würde ich gerne wieder tanzen. Eigentlich würde ich gerne reisen. Eigentlich würde ich gerne umziehen. Eigentlich würde ich gerne etwas Eigenes aufbauen. Eigentlich würde ich gerne wieder malen. Eigentlich würde ich gerne einen Kurs besuchen. Eigentlich würde ich gerne …

Vielleicht kennst du deinen Satz längst.

Das Interessante ist, was meistens unmittelbar danach kommt: „Ja, aber …“

Aber ich habe keine Zeit. Aber ich habe nicht genug Geld. Aber ich weiß nicht, ob ich das kann. Aber was denken die anderen? Aber vielleicht bin ich dafür inzwischen zu alt.

Schreib deinen Wunsch trotzdem auf.

Du verpflichtest dich damit zu nichts. Du musst morgen weder kündigen noch umziehen noch dein komplettes Leben verändern. Aber du hörst auf, so zu tun, als wäre dieser Wunsch nicht da.

Wenn dich dabei besonders der Gedanke „Bin ich dafür nicht zu alt?“ beschäftigt, lies auch meinen Artikel über den Neuanfang in der zweiten Lebenshälfte. Darin geht es genau um die Frage, was du eigentlich noch vom Leben möchtest.

4. Welche eine Gewohnheit würde deinen Alltag wirklich verändern?

Jetzt wird es konkret. Und ich möchte ausdrücklich nicht, dass du dir fünf oder zehn neue Gewohnheiten vornimmst.

Welche eine würde gerade einen Unterschied machen?

Vielleicht möchtest du morgens nicht mehr als Erstes zum Handy greifen. Vielleicht möchtest du dich regelmäßiger bewegen, abends früher schlafen gehen oder dir jeden Tag zehn Minuten Zeit nehmen, um Ordnung zu schaffen. Vielleicht möchtest du wieder schreiben, lesen oder dir einmal pro Woche bewusst Zeit für dich reservieren.

Wenn du deine eine Gewohnheit gefunden hast, mach sie kleiner.

Aus „Ich muss endlich mehr Sport machen“ könnte werden: „Nach dem Mittagessen gehe ich zehn Minuten raus.“

Aus „Ich muss endlich Ordnung halten“ könnte werden: „Jeden Abend räume ich zehn Minuten einen kleinen Bereich auf.“

Und aus „Ich muss mehr für mich tun“ könnte werden: „Mittwochabend gehört eine Stunde mir.“

Je konkreter und kleiner der erste Schritt ist, desto eher passt er auch in dein echtes Leben.

Wenn du bei deinen bisherigen Versuchen häufig voller Motivation gestartet und irgendwann wieder ausgestiegen bist, lies dazu auch „Wie Gewohnheiten ändern wirklich gelingt: So schaffst du es, alte Muster loszulassen“.

5. Was möchtest du am 31. Dezember über dich sagen können?

Stell dir einmal vor, es ist der Abend des 31. Dezember. Das Jahr ist vorbei und du schaust auf die letzten Monate zurück.

Was möchtest du über dich sagen können?

Vielleicht: „Ich habe endlich angefangen.“

Oder: „Ich habe mich wieder wichtiger genommen.“ „Ich habe mich etwas getraut.“ „Ich habe etwas losgelassen, das mir nicht mehr gutgetan hat.“ „Ich bin noch nicht am Ziel, aber ich bin endlich losgegangen.“

Du musst am Jahresende nicht sagen können: „Ich habe mein komplettes Leben verändert.“

Vielleicht ist dieser Satz viel wichtiger:

„Dieses Jahr habe ich aufgehört, meinen Wunsch immer nur auf später zu verschieben.“

Und genau das kann ein echter Neuanfang sein.

Mach daraus deinen persönlichen Plan bis Jahresende

Jetzt brauchst du keinen komplizierten Jahresplan. Nimm dir ein Blatt Papier oder dein Journal und schreibe fünf Sätze auf:

  1. Das möchte ich nicht mit ins nächste Jahr nehmen: ______
  2. Davon möchte ich wieder mehr in meinem Leben haben: ______
  3. Diesen Wunsch schiebe ich schon lange vor mir her: ______
  4. Diese eine Gewohnheit möchte ich verändern: ______
  5. Am 31. Dezember möchte ich über mich sagen können: ______

Schau dir deine Antworten anschließend in Ruhe an. Welche davon berührt dich am meisten? Welche lässt dich nicht mehr los?

Nicht die Antwort, die besonders vernünftig klingt, ist automatisch die richtige. Vielleicht ist die wichtigere Frage:

Welche Veränderung würde sich wirklich nach mir anfühlen?

Und wenn du Angst hast, wieder nicht dranzubleiben?

Vielleicht bist du gerade motiviert und gleichzeitig meldet sich eine kleine Stimme: „Das habe ich doch schon so oft versucht.“

Dann möchte ich dir etwas mitgeben: Du musst diesmal nicht beweisen, dass du besonders diszipliniert bist.

Viele Veränderungen scheitern nicht daran, dass wir zu wenig wollen. Wir nehmen uns schlicht etwas vor, das in unserem normalen Alltag kaum eine Chance hat. An einem ruhigen Sonntag funktioniert der perfekte Plan wunderbar. Spannend wird es am Mittwoch, wenn du schlecht geschlafen hast, die Arbeit stressig war und noch zehn andere Dinge erledigt werden müssen.

Deshalb sollte dein erster Schritt nicht nur an deinem besten Tag funktionieren.

Er sollte klein genug für einen schwierigen Tag sein.

Wenn du dich darin wiedererkennst, lies anschließend „Warum deine Gewohnheit kein Disziplinproblem ist“.

Der Herbst ist nicht das Ende des Jahres – er kann dein Anfang sein

Vielleicht gefällt mir genau deshalb der Gedanke an einen Herbst-Reset so gut. Die Natur versucht schließlich auch nicht, den Sommer krampfhaft festzuhalten. Sie verändert sich, wird langsamer und lässt los.

Warum sollten wir das nicht auch dürfen?

Du musst die verbleibenden Monate nicht dazu benutzen, hektisch irgendwelche Jahresziele abzuhaken. Vielleicht nutzt du sie stattdessen, um wieder ein bisschen genauer hinzuschauen.

Was darf bleiben? Was darf gehen? Wovon möchtest du mehr? Und womit möchtest du endlich anfangen?

Nicht irgendwann.

Nicht „wenn mehr Zeit ist“.

Und auch nicht zwingend am 1. Januar.

Vielleicht jetzt.

🧭 Dein nächster Schritt: Finde heraus, was du wirklich möchtest

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass du etwas verändern möchtest, aber noch nicht genau weißt, wo dein persönlicher Neuanfang beginnen soll, dann nimm dir meinen kostenlosen Neuanfang-Kompass.

Er hilft dir dabei, deine Gedanken zu sortieren und genauer hinzuschauen: Wo stehst du heute? Was möchtest du verändern? Was darf bleiben? Wonach sehnst du dich? Und welcher kleine Schritt könnte jetzt zu dir passen?

Du brauchst keinen perfekten Plan für die nächsten fünf Jahre.

Du brauchst einen Anfang, der zu deinem Leben passt.

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Vielleicht ist dieses Jahr noch nicht das Jahr, in dem du alles verändert hast.

Vielleicht wird es aber das Jahr, in dem du aufgehört hast, auf den perfekten Zeitpunkt zu warten.

Was möchtest du bis Jahresende noch verändern?

Vielleicht beginnt dein Neuanfang genau mit deiner Antwort auf diese Frage. 💗

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